Samstag, 6. April 2019

Clubausflug 2019 - Fanas


Wie sportlich darf ein PDCZ-Weekend sein und wo präsentiert sich das Prättigau so grauenhaft langweilig? Die und mehr Fragen galt es vom  29. bis 31. März zu ergründen.
Am Anfang war das Wetter, das heisst der eine oder andere liess sich zu Wochenprognosen hinreissen welche gutes bis sehr gutes Wetter  anzeigten. Wir aus der Optimistenecke jubelten, die  Realisten schüttelten nur den Kopf… aber Sieg für die Optimisten!
Die Gruppe fand sich aus einem Teil PDCZ-Clubmitgliedern und einigen Gästen aus den Bekanntenkreisen der Fliegergemeinde ein. Nur um es nochmals deutlich zu sagen, alle Clubmitglieder waren eingeladen, letztendlich waren wir ein knappes dutzend Personen was der Seilbahnkapazität nur entgegen kam.
Anreise per Auto oder Bahn nach Schiers dann mit dem Poschti nach Fanas. Keine Autos mussten abends zurück geholt werden.CHECK
Ok dafür mussten wir frühzeitig aufstehen und etwas Zeit auf dem Eggli vertrödeln, endlich mal Gelegenheit über das Gleitschirmfliegen zu reden….
Freitags standen wir am Startplatz und ein leichter Wind von vorne lud uns ein die Schirme auszulegen. Wie war das nochmal, wo ist der Startschlauch, welche Höhe reicht gut bis zum Stelserberg und überhaupt wie geht es dann weiter? Plastiksäcke wurden als Windschutz montiert und die Funkgeräte auf die vereinbarte Frequenz eingestellt. Und wer hätte es gedacht, die Profis zogen auf und zeigten geduldig den Schlauch an.
Es war ein toller Tag immer wieder zeigten Kolleginnen und Kollegen die Schläuche an und der Wind war schwach. Wer wollte erreichte den Madrisaschlauch oder liess sich noch weiter treiben.
Trotz des vielen Schnees zeigte sich das Prättigau mit wunderbarer Thermikgüte.
Die Dreiecke von 30 km bis 50 km und mehr belegen den guten Tag, Mimo kam, sah und flog ein Dreieck über 95,6  km also das nur so neben bei für den Sportchef. Aber Landebier für uns Schnellfrierer, A-Leinenzüpfler und sonstigen Frühlander gab es im Alpina genug. Und zum erzählen ging uns der Stoff auch nicht aus.
Samstag stiessen weitere Gruppenmitglieder zu uns, 8.28 Uhr fuhr der Bus, also rasches Frühstück und los. Der Wetterbericht war gut, bedeutet ansetzen zum klassischen Fanaser-Dreisprung: frühes Bähnchen, heissi Schoggi im Bergbeizli und einreihen am Startplatz.
Irgendwie war die Thermik zäher als gedacht, dennoch mit Geduld und Umsicht liess sich Höhe machen. Nein es wurde keine Thermikschläuche gestohlen, wie zwischendrin gemutmasst wurde.
Das Ziel Klosters wurde erreicht, zwei flogen auch weiter nach Davos. Aber andere liessen es sich nicht nehmen, am Vilan vorbei zum Gonzen und wieder retour zu kommen. Tobias und Beat starker Flug!
Abends zum Essen gesellte sich ein ortskundiger Gast dazu, er fliegt gerne weit, hoch und ausser- dem liess er sich für ein Prättigau Briefing überreden.
Danke Beat für die Einladung von Daniel Rissi.
Präsident Fabian zauberte auf die Schnelle ein Laptop aus seinem Gepäck und in einer fast ruhigen
Ecke bei der Rezeption fand ein erstklassiges Briefing statt. Daniel visualisierte seine Flüge per Google-Earth auf einem Fernseher und gab jede Menge Tipps zu Thermik-Spots, Windsituationen, Strategiegedanken und erinnerte eindrücklich an die Basics um sicher zu fliegen und zu landen.
Der Wecker düdelte früh am Sonntag. Nach dem Frühstück Tasche packen, checkout und zum Bus.  Sagte ich schon dass das Wetter gut war? Die Thermik ausgezeichnet zu werden versprach und sich noch mehr Gäste zu uns gesellten?
Auch wenn die Müdigkeit etwas an der Kondition knabberte so liessen sich schöne Flüge realisieren. Das Brefing zeigte Wirkung, Klosters und wieder zurück oder auch einfach etwas Thermik kurbeln. In Davos runter gespült oder doch bis Albula weitergeflogen, alles war drin.
Viele von uns trafen sich zum Schluss auf der Terrasse im Alpina. Es war ein wirklich schönes Wochenende mit guten Leuten, netten Gesprächen und erstklassigen Flugbedingungen. Allen stets ein happy landing und nächstes Jahr gerne wieder.
Die Frage, wie sportlich darf es sein? So sehr wie jeder mag, denn es geht immer noch um die Freude am fliegen.
Und wo ist das Prättigau langweilig? Nirgends, ob am fliegen oder chillen Schiers/Fanas ist so der Hammer.
Bis bald am Zugi
Matthias











Sonntag, 31. März 2019

Paragliding World Cup Superfinal 2018

Hallo PDCZ

Nun ist es hier in Baixo Guandu vorbei und gestern Abend fand die Siegerehrung des 10. Paragliding World Cup Superfinal 2018 statt.

Bevor aber die Siegerehrung stattfand, fand am Samstag nochmals ein Task statt. Wiederum hat uns Prachtswetter und eine Hammer-Wolkenstrasse den heutigen letzten Task "versüsst". Auch heute ein Super Task über Flachland und Hügel von knappen 100 Km und gemäss GPS-Distanz 148.10 Km.

Der Task ging heute mit Start und ESS Zylinder über 5 Wendepunkte und 2x Querung des Rio Duoce. Das Rennen ist eigentlich rasch erklärt, denn es wurde schnell, verdammt schnell geflogen und wie ich bereits in einem vorhergendem Post geschrieben hatte, dass wohl am meisten Beeindruckende hier ist, wie schnell geflogen wird.

Das 2. was auffält ist die Tatsache, dass bei fast jedem Lauf jeweils +/- das gesamte Teilnehmerfeld ins Goal fliegt. Wenn ich zurück denke, ich fliege ja bereits seit gut 23 Jahren Gleitschirm-Wettkämpfe, angefangen bei Swiss Cups und Liga, so war dies früher nie so wie heute. Vieles liegt sicherlich daran, dass wir heute mit viel besserem Material unterwegs sind als früher aber auch das Piloten-Können ist auf diesem Niveau einzigartig geworden.

Heute war auch ein Tag an dem man locker mal die 3m/s steigen einfach mit 75% Gas geben durchflogen hat, denn man konnte fast "Blind" darauf gehen, dass am nächsten Hügel der 4-5m/s Bart stand. So haben sich relativ schnell auch 2 Flug-Gruppen gebildet, die einen die vermehrt den höheren Hügel nachflogen und die anderen die mehrheitich im Flachland davon zogen.

Tricky war vor allem der letzte Teil des Tasks als es von der letzten Wende Richtung ESS und Goal zu fliegen war. Einige  gingen auf volles Risiko und sind tief davon gezogen, selber habe ich aber lieber die Handbremse gezogen und nochmalig kräftig 2 guten Bärte ausgedreht. Am Schluss auch im Goal angekommen aber doch einiges an Zeit dabei verloren.

Nun was bleibt von den knappen 14 Tagen fliegen hier in Baixo Guandu? Vom Resultat her haben mich die 2 Absaufer in den ersten 2 Tasks extrem viel gekostet und der 3. Absaufer hat mir den Rest gegeben. Somit kann ich mit meinem Ranking nicht zufrieden sein. Von der Seite des Learnings, so kann ich sagen, dass mir diese Tage hier unheimlich viel Selbstvertrauen und Kampfgeist gegeben haben, ständig im Pedal zu stehen und immer mit min. 50% bis max 100% Gas geben, ist cool aber man muss es auch wollen.  Meinen neunen Flügel, SPECTRA, kenne ich nun auswendig.... Total ca.750Km Flugdistanz in diesen Tagen absolviert, ca. 40 Stunden Airtime und ein SIV Training über Grund, Erfahrungen und Training. Jetzt bin ich für den Zugi gewappnet! :-)

Aber was auch hier einmalig war, war die Zuschauerkulisse... einfach Grandios und Einzigartig, wie hierr die Leute sich für solche Sport-Events interssieren und mitfiebern. Einfach cool so was erleben zu dürfen!

So nun bin ich in Vitoria am Flughafen warte auf den Flug nach Sao Paolo um dannden Flieger  Richtung Zürich zu nehmen.

Hiermit beende ich den Blogg "Paragliding World Cup Superfinal 2018" und freu mich auf tolle Flüge an unserem Zugi :-)

Bis bald, Davide