Dienstag, 23. Juli 2013

Achtung Luftraumsperre über Zug

Am Freitag, 26, Juli, 2013, 10:00 – 10:30 (Training) und am

      Samstag, 27, Juli, 2013, 19:00 – 19:30 (Vorführung) wird das PC-7 TEAM der Schweizer Luftwaffen über Zug fliegen. 


Mit seinen neun rotweissen Trainingsflugzeugen vom Typ Pilatus PC-7 ist das PC-7 TEAM eine fliegende Visitenkarte für die Luftwaffe, die Armee und die gesamte Schweiz. Am Samstag, 27. Juli 2013 wird es am Boardstock in Zug mit seinen Flugfiguren das Publikum begeistern.

Neun Propellerflugzeuge, nur durch Abstände von drei Metern voneinander getrennt, zeigen einen präzisen Ablauf von 24 Flugfiguren. Immer wieder versteht es das PC-7 TEAM, sein Publikum zu begeistern, denn was es zeigt ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Kaum ein anderer Kunstflugverband fliegt mit so vielen Propellerflugzeugen wie das Schweizer Team. Seit der offiziellen Gründung im Jahr 1989 hat sich das Programm stetig weiterentwickelt. Es umfasst heute Figuren, die niemand sonst fliegt. Die Choreografie orientiert sich am Motto «Dynamik, Eleganz und Präzision». Dies zeigt sich vor allem an den Formationswechseln – der eigentlichen Herausforderung im Verbandskunstflug. Diese geschehen so rasch und präzis, dass sie vom Boden aus kaum zu erkennen sind.

Insgesamt reiht das PC-7 TEAM bei seinen Vorführungen 24 Elemente aneinander. Einige davon werden im Neunerverband geflogen, Im Mittelteil des Programms sind zwei Unterverbände mit je vier Flugzeugen zu sehen und die Leistungsfähigkeit der PC-7 wird von einem Solisten präsentiert. Atemberaubend sind dabei die extrem schnell und eng geflogenen Kurven sowie die Vrille, bei welcher der Pilot sein Flugzeug wie ein Blatt im Wind vom Himmel fallen lässt – bis er rechtzeitig wieder einen stabilen Flugzustand herstellt. Wie bei allen Manövern des Teams steht auch hier die Flugsicherheit an erster Stelle.

Das PC-7 TEAM fliegt langsamer und engräumiger als ein Jet-Team und bleibt somit immer im Gesichtsfeld des Publikums. Die Schulflugzeuge mit ihren Propellerturbinen sind dabei recht leise. Diese Umstände haben dazu geführt, dass das Schweizer Team in den vergangenen 20 Jahren immer beliebter wurde und inzwischen während der Airshow-Saison ein dicht gedrängtes Programm absolviert.

Heute ist das PC-7 TEAM auch an Airshows im Ausland eine gefragte Attraktion. Im Jahr 2009 wurden die Schweizer Berufsmilitärpiloten am Meeting im französischen Reims sogar für die beste Vorführung mit Propellerflugzeugen ausgezeichnet. Dies ist insofern beachtlich, als die neun Piloten lediglich im Nebenamt beim PC-7 TEAM aktiv sind. Hauptberuflich fliegen sie die Boeing F/A-18 Hornet in einer der drei Profi-Jetstaffeln der Schweizer Luftwaffe. Doch die PC-7 ist ihnen allen bestens vertraut. Dieses Flugzeug aus Schweizer Produktion wird nämlich seit 1983 für die Grundausbildung der Jetpiloten eingesetzt und stand somit am Anfang der militärfliegerischen Karriere von allen heute aktiven Staffelpiloten.

In den vergangenen Jahren hat die PC-7-Flotte eine Modernisierung durchlaufen, bei der vor allem das Cockpit und die elektronischen Systeme an die heutigen Anforderungen angepasst wurden. Dabei erhielten die Flugzeuge auch eine neue Farbe: Statt des ursprünglichen Orange erstrahlen sie nun in Rot-Weiss. Ein Farbschema, das nicht nur die Ästhetik des Formationsflugs unterstreicht, sondern das PC-7 TEAM definitiv zur fliegenden Visitenkarte der Schweiz macht.

Die Teammitglieder
Das PC-7 TEAM besteht aktuell aus neun Piloten, einem Kommandanten, der die Vorführungen vom Boden aus überwacht, zwei Speakern, welche dem Publikum das Flugprogramm erläutern, sowie einem Reservepiloten. Dies sind: Hauptmann Bernhard Lehmann (Teamleader), Hauptmann Christoph Schneider, Oberleutnant Cyril Johner, Hauptmann David Menth, Hauptmann Marc Eberhart, Hauptmann Andreas Kuhn, Hauptmann Martin Hess, Hauptmann Martin Vetter, Hauptmann Andrin Witschi, Oberst Werner Hoffmann (Kommandant), Hauptmann Philippe Hertig (PR/Speaker), Hauptmann Andreas Hebeisen (Speaker) und Hauptmann Reto Wüthrich (Reservepilot).